Victoria Cup

Der Victoria Cup ist ein 2008 erstmals ausgetragener Eishockey-Wettbewerb. Der Bewerb sollte ursprünglich jährlich zwischen dem Sieger der europäischen Champions Hockey League und einem Vertreter der nordamerikanischen National Hockey League ausgespielt werden. Der Wettbewerb wurde von der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF zu deren 100. Geburtstag ins Leben gerufen.
Benannt ist die Trophäe nach dem Victoria Skating Rink im kanadischen Montreal. Das Stadion wird als Geburtsstätte des Eishockeysports angesehen, da dort 1875 erstmals ein Hallen-Eishockeyspiel stattfand.
Nach dem Ausfall der CHL Saison 2009/10 sollte der Victoria-Cup 2010 ursprünglich als Vergleich eines NHL-Clubs mit einem der Meister einer europäischen Top-Liga ausgetragen werden. Die Austragung fand jedoch nicht statt und die weitere Zukunft des Wettbewerbs ist unklar.

Die erste Austragung des Victoria-Cups fand am 1. Oktober 2008 in der PostFinance-Arena in Bern statt. Als europäischer Vertreter nahm der Sieger des IIHF European Champions Cup 2008, der HK Metallurg Magnitogorsk, teil; die National Hockey League wurde durch die New York Rangers vertreten. Der Gewinner erhielt ein Preisgeld von einer Million Schweizer Franken (ca. 0,6 Millionen Euro). Es war das erste Aufeinandertreffen zwischen einem Klub der ehemaligen Sowjetunion und aus Nordamerika seit der Super Series 1991. Dank eines überragenden Schlussdrittels konnten die New York Rangers die Partie mit 4:3 für sich entscheiden, nachdem sie zur Hälfte des Spiels mit 0:3 zurücklagen. Durch ein Tor kurz vor Ende des zweiten Drittels und drei Treffern im Schlussabschnitt, konnten sie erstmals den Victoria Cup gewinnen. Insgesamt besuchten 13.794 Zuschauer die Partie.
Das Spiel wurde von einem Spiel der Traditionsmannschaften der Schweiz und Russlands am Tag des Cup-Spiels sowie einem Freundschaftsspiel zwischen dem Gastgeber SC Bern und den New York Rangers am 30. September 2008 begleitet. Letzteres war das erste Spiel einer Schweizer Mannschaft gegen ein NHL-Team. Die Rangers gewannen auch diese Partie vor 16.022 Zuschauern mit 8:1. Auch dort war die Entscheidung erst im Schlussdrittel gefallen, als den Rangers sechs Tore gelungen waren.

Die New York Rangers um Cheftrainer Tom Renney, die sich mit dem Victoria Cup auf den in Europa stattfindenden Saisonauftakt der National Hockey League vorbereiteten, nominierten für die zwei Spiele insgesamt 26 Akteure. Darunter befanden sich drei Torhüter, acht Verteidiger und 15 Stürmer.
Die meisten Punkte im Dress der Rangers konnte Mannschaftskapitän Chris Drury verbuchen, dem drei der insgesamt zwölf New Yorker Treffer gelangen.
Torhüter: Henrik Lundqvist, Stephen Valiquette, Miika Wiikman
Verteidiger: Brian Fahey, Daniel Girardi, Dmitri Kalinin, Paul Mara, Corey Potter, Wade Redden, Michal Rozsíval, Marc Staal
Angreifer: Blair Betts, Ryan Callahan, Nigel Dawes, Chris Drury, Brandon Dubinsky, Dan Fritsche, Scott Gomez, Lauri Korpikoski, Markus Näslund, Colton Orr, Petr Průcha, Patrick Rissmiller, Nikolai Scherdew, Fredrik Sjöström, Aaron Voros
Cheftrainer: Tom Renney
Die zweite Austragung des Victoria-Cups fand am 29. September 2009 im Hallenstadion in Zürich statt. Als europäischer Vertreter nahm der Sieger der Champions Hockey League 2008/09, die ZSC Lions Zürich teil, die National Hockey League wurde durch die Chicago Blackhawks vertreten.
Nachdem im Vorjahr in Form des SC Bern im Vorfeld des eigentlichen Victoria Cups erstmals ein Schweizer Team auf eines der NHL getroffen war, kam es 2009 erneut zu zwei solchen Aufeinandertreffen, da einen Tag zuvor der amtierende Schweizer Meister HC Davos gegen Chicago spielte. Diese Partie gewannen die Blackhawks deutlich mit 9:2.
Das Spiel um den Victoria Cup startete mit einem frühen Tor für die Gäste aus Chicago, die durch Verteidiger Cam Barker in Führung gingen. Nur kurze Zeit später glich Patrik Bärtschi die Begegnung aus. Zwar hatten die Blackhawks im ersten und zweiten Drittel ein deutliches spielerisches Übergewicht, doch die Lions gingen nach 35 Minuten durch Lukas Grauwiler, der einen Abpraller verwertete, mit 2:1 in Front. Bereits zuvor hatte ein Pfostentreffer die Führung verwehrt. Im Schlussdrittel drückte Chicago noch einmal, schwächte sich aber durch unnötige Strafen selbst. Kurz vor Schluss vergab Lions-Spieler Bärtschi einen Penaltyschuss. Insgesamt besuchten 9.744 Zuschauer die Partie.

Die ZSC Lions Zürich um Cheftrainer Sean Simpson nominierten für das Spiel insgesamt 28 Akteure. Darunter befanden sich zwei Torhüter, zehn Verteidiger und 16 Stürmer.
Mit Patrik Bärtschi, der den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, stellten die Lions auch den wertvollsten Spieler der Begegnung.
Torhüter: Lukas Flüeler, Ari Sulander
Verteidiger: Claudio Cadonau, Patrick Geering, Pascal Müller, Alain Reist, Philippe Schelling, Daniel Schnyder, Mathias Seger, André Signoretti, Andri Stoffel, Radoslav Suchý
Angreifer: Jan Alston, Mark Bastl, Patrik Bärtschi, Cyrill Bühler, Blaine Down, Ryan Gardner, Lukas Grauwiler, Oliver Kamber, Alexei Krutow, Thibaut Monnet, Domenico Pittis, Patrick Schommer, Peter Sejna, Jean-Guy Trudel, Adrian Wichser, Mike Wolf
Cheftrainer: Sean Simpson

Sigmund-Freud-Gymnasium

Das Sigmund-Freud-Gymnasium ist eine allgemeinbildende höhere Schule im 2. Wiener Gemeindebezirk, Leopoldstadt. Sie ist seit 1989 nach ihrem berühmtesten Absolventen, Sigmund Freud, benannt.

Die Schule wurde 1864 auf Beschluss des Gemeinderates der Stadt Wien als „Leopoldstädter Realgymnasium“ (1868 „Leopoldstädter Communal-Real- und Obergymnasium“) im zweiten und dritten Stock des Hauses Taborstraße 24, des damaligen Braun-Radislowitzschen Stiftungshauses, eingerichtet und von Bürgermeister Andreas Zelinka eröffnet. Sie wurde im ersten Schuljahr von 98 Schülern (ausschließlich männlichen; Schülerinnen wurden ab 1971 aufgenommen) besucht.
Bis 1864 hatte es in Wien, das damals neun Bezirke und 550.000 Einwohner hatte, nur vier Gymnasien gegeben. Der 2. Bezirk wies damals 70.000 Einwohner auf. (Gleichzeitig mit der Entscheidung, dieses Gymnasium zu errichten, beschloss die Stadtverwaltung ein weiteres im 6. Bezirk.) Im Nebenhaus, Glockengasse 2, wurde 1865 ein Turnsaal für die Schule eröffnet. 1872 fanden die ersten Reifeprüfungen am Gymnasium statt; damals wurde die Anstalt von 412 Schülern besucht, die unter Platzmangel litten. 1873 maturierte Sigmund Freud an der Schule.
1876 genehmigte der Gemeinderat den Neubau der Schule auf der Sperlrealität. Die Bezeichnung des Areals nahm auf das einst sehr beliebte, 1873 demolierte Vergnügungslokal „Zum Sperl“ Bezug, das sich hier befunden hatte. Der Neubau in der Kleinen Sperlgasse 2c mit Fassungsraum für 600 Schüler konnte 1877 eröffnet werden. An der bisherigen Schuladresse wurde ein Staatsgymnasium eingerichtet.
Die Stadtverwaltung hatte sich seit 1890 um die Übernahme der kommunalen Wiener Gymnasien durch das k.k. Ministerium für Cultus und Unterricht bemüht. Mit 1. September 1897 war dieses Bemühen erfolgreich; die Schule wurde nun in „k.k. zweites Staatsgymnasium im II. Wiener Gemeindebezirk“ umbenannt. Ab 7. Mai 1901 hieß die Schule „Erzherzog Rainer-Gymnasium“; der Erzherzog tat sich als Förderer von Kultur und Wissenschaft hervor. Seit 1910 sprach man vom Erzherzog-Rainer-Realgymnasium. 1928 wurde die Gasbeleuchtung der Schule durch elektrisches Licht ersetzt.
1937 gehörten 77,5 % der Schüler der jüdischen Religionsgemeinschaft an. 1938 wurden viele jüdische Schüler vom NS-Regime zur Übersiedlung an diese Schule gezwungen: Hatten 1936 nur 26 Schüler (keine Schülerin) hier maturiert, so wies der Maturajahrgang 1938 auf Grund dieser Maßnahmen 95 auf, davon fünf Mädchen. Im Schuljahr 1938/39 hatte die von den Nationalsozialisten in „Oberschule für Jungen“ umbenannte Schule keine jüdischen Schüler mehr. Parallel dazu wurden jüdische Lehrer entlassen.
1942 und 1943 wiesen die Maturantenlisten die Rubrik „Eingerückt aus der 7. Klasse“ auf; 1943 gab es keine üblichen Maturanten mehr. Für die vorzeitig Eingerückten, die den enormen Soldatenbedarf des seit der Schlacht von Stalingrad 1942 / 1943 auf dem militärischen Rückzug befindlichen NS-Staates zeigten, entfiel die Reifeprüfung; die Studienberechtigung nach dem Krieg wurde aber zugesichert. 1944 wurde die Reifeprüfung hier nur mehr von so genannten „Externisten“ abgelegt, die die Schule nicht besucht hatten. 1945, 1946, 1948 und 1949 fanden an dieser Schule keine Reifeprüfungen statt.
Im November 1946 wurde das Realgymnasium, das damals nur 96 Schüler hatte, als zweite Schule in das seit 1876 von der Bundesrealschule Wien 2 benützte Schulgebäude in der Vereinsgasse 21 verlegt; das Schulgebäude in der Kleinen Sperlgasse wurde von einem Realgymnasium für Mädchen und einer Frauenoberschule übernommen. Direktor war 1946–1956 Ludwig Rothansel. In den späten fünfziger Jahren musste wegen des großen Schülerzustroms eine ehemalige städtische Mädchenhauptschule in der Darwingasse 14, zwei Häuserblöcke vom Haupthaus, als Dependance eingerichtet werden, in der bis zu elf Klassen untergebracht wurden.
1960 wurde vom 1957 ernannten Direktor Arnold Večer bei Unterrichtsminister Heinrich Drimmel (ÖVP) ein Neubau beantragt; es traf sich gut, dass Večer bei der konservativen Fraktion der Lehrergewerkschaft sehr aktiv war. 1961 wurden in 21 Klassen, davon die Hälfte in der Dependance, 546 Schüler unterrichtet. 1962 erwarb der Bund durch einen Grundstückstausch mit der Stadt Wien (Bürgermeister Franz Jonas, SPÖ) 12.250 m² auf dem Areal des ehemaligen städtischen Reservegartens in der Wohlmutstraße im Stuwerviertel für den Neubau, der 1964 begann; im gleichen Jahr wurde das 100-Jahre-Jubiläum des Gymnasiums gefeiert und der Name auf „2. Bundesgymnasium Wien II“ geändert. 1967 erfolgte unter Minister Theodor Piffl-Percevic der Umzug in das heutige Schulgebäude, das damals 24 Klassenzimmer, zwei Turnsäle und sechs Lehrsäle für einzelne Fächer sowie ein Tagesschulheim aufwies.
1971 wurden von der Schule in der beginnenden „Kreisky-Ära“, einer sozialdemokratisch geprägten Zeit, erstmals Mädchen aufgenommen.
1989 wurde die Schule unter Unterrichtsministerin Hilde Hawlicek, SPÖ, nach ihrem berühmtesten Absolventen „Sigmund-Freud-Gymnasium“ getauft. (Freud hatte das Gymnasium noch in der Taborstraße 24 besucht. Die Benennung erfolgte 50 Jahre nach Freuds Tod.)
(Stand 2011)
An der Schule gibt es die Möglichkeit, zwischen dem Gymnasium (mit Latein bzw. Französisch ab der 3. Klasse) und dem Realgymnasium (mit Darstellender Geometrie ab der 7. Klasse) zu wählen. Unabhängig von der gewählten Schulform können die Schüler ab der 5. Klasse bei der zweiten lebenden Fremdsprache zwischen Französisch und Italienisch wählen.

Frederick S. Coolidge

Frederick Spaulding Coolidge (* 7. Dezember 1841 in Westminster, Worcester County, Massachusetts; † 8. Juni 1906 in Fitchburg, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1891 und 1893 vertrat er den Bundesstaat Massachusetts im US-Repräsentantenhaus.
Frederick Coolidge besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat und wurde dann Manager der Firma Boston Chair Manufacturing Co. sowie der Leominster Rattan Works. Gleichzeitig schlug er als Mitglied der Demokratischen Partei eine politische Laufbahn ein. Drei Jahre lang war er Gemeinderat in Westminster; ferner gehörte er dem Staatsvorstand seiner Partei an. Im Jahr 1875 wurde er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Massachusetts.
Bei den Kongresswahlen des Jahres 1890 wurde Coolidge im elften Wahlbezirk von Massachusetts in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 4. März 1891 die Nachfolge von Rodney Wallace antrat. Da er im Jahr 1892 nicht bestätigt wurde, konnte er bis zum 3. März 1893 nur eine Legislaturperiode im Kongress absolvieren. Nach dem Ende seiner Zeit im US-Repräsentantenhaus zog sich Frederick Coolidge in den Ruhestand zurück. Er starb am 8. Juni 1906 in Fitchburg. Sein Sohn Marcus (1865–1947) war von 1931 bis 1937 US-Senator für Massachusetts.

1. Bezirk: F. Ames | Sedgwick | Skinner | Sedgwick | J. Bacon | Eustis | Quincy | Ward Jr. | Mason | Gorham | Webster | Gorham | N. Appleton | Gorham | A. Lawrence | Fletcher | A. Lawrence | Winthrop | N. Appleton | Winthrop | S. Eliot | W. Appleton | Scudder | T.D. Eliot | Hall | T.D. Eliot | Buffinton | Crapo | R. Davis | Randall | Wright | G. Lawrence | Treadway | Heselton | Conte | Olver | Neal • 2. Bezirk: Goodhue | Dexter | W. Lyman | Shepard | J. Crowninshield | Story | Pickman | W. Reed | Pickering | Silsbee | Barstow | B. Crowninshield | Choate | Phillips | Saltonstall | King | Rantoul | Fay | S. Crocker | Buffinton | O. Ames | B. Harris | Long | E. Morse | Gillett | Churchill | Bowles | Kaynor | Granfield | Clason | Furcolo | Boland | Neal | McGovern • 3. Bezirk: Gerry | Goodhue | S. Lyman | Mattoon | Cutler | Nelson | Livermore | White | Pickering | Nelson | J. Varnum | Nelson | Osgood | Cushing | A. Abbott | Duncan | Edmands | Damrell | C. Adams | Thomas | A. Rice | Twichell | Whiting I | Pierce | Field | B. Dean | Field | Ranney | Morse | J. Andrew | J. Walker | J.R. Thayer | R. Hoar | C. Washburn | J.A. Thayer | Wilder | Paige | F. Foss | Casey | Philbin | Drinan | Donohue | Early | Blute | McGovern | N. Tsongas
4. Bezirk: Sedgwick | Holten | Foster | L. Lincoln | S. Hastings | J.B. Varnum | W. Richardson | Dana | Stearns | T. Fuller | E. Everett | S. Hoar I | Parmenter | B. Thompson | Palfrey | B. Thompson | Sabine | Walley | Comins | A. Rice | Hooper | Frost | J. Abbott | L. Morse | Collins | O’Neil | Apsley | Weymouth | Tirrell | J. Mitchell | Wilder | Winslow | Stobbs | P. Holmes | Donohue | Drinan | Frank | J.P. Kennedy III • 5. Bezirk: Partridge | Bourne | Foster | Freeman | L. Williams | T. Dwight | W. Ely | Mills | Lathrop | Sibley | J. Davis | L. Lincoln Jr. | Hudson | C. Allen | W. Appleton | Burlingame | W. Appleton | Hooper | Alley | Butler | Gooch | Banks | Bowman | L. Morse | Hayden | Banks | S. Hoar II | M. Stevens | Knox | B. Ames | J. Rogers | E. Rogers | F. B. Morse | Cronin | P. Tsongas | Shannon | Atkins | Meehan | N. Tsongas | Markey | Clark • 6. Bezirk: G. Thatcher | Leonard | W. Lyman | J. Reed Sr. | Smith | Taggart | S. Allen | Locke | J.G. Kendall | Grennell | Alvord | Baker | Ashmun | G. Davis | C. Upham | T. Davis | Alley | Gooch | Banks | Butler | C. Thompson | Loring | Stone | H. Lovering | Lodge | Cogswell | Moody | A. Gardner | Lufkin | A. Andrew | G. Bates | W. Bates | Harrington | Mavroules | Torkildsen | Tierney | Moulton
7. Bezirk: Leonard | Ward | Sedgwick | Leonard | Bullock | Bishop | N. Mitchell | Barker | W. Baylies | Turner | W. Baylies | Hulbert | Shaw | H. Dwight | S. Allen | Grennell | Briggs | J. Rockwell | Goodrich | Banks | Gooch | Boutwell | Brooks | Esty | E. Hoar | Tarbox | Butler | W. Russell | Stone | Cogswell | W. Everett | Barrett | Roberts | Phelan | Maloney | W. Connery | L. Connery | Lane | Macdonald | Markey | Capuano • 8. Bezirk: Grout | G. Thatcher | Ward | F. Ames | Otis | Eustis | L. Williams | Green | G. Gardner | Green | J. Reed Jr. | W. Baylies | Sampson | Hobart | Lathrop | I. Bates | Calhoun | J.Q. Adams | Mann | Wentworth | Knapp | Train | Baldwin | G. Hoar | J. Williams | Warren | Claflin | Candler | W. Russell | C.H. Allen | Greenhalge | M. Stevens | McCall | Deitrick | Dallinger | H. Thayer | Dallinger | Healey | Goodwin | Macdonald | O’Neill | J.P. Kennedy II | Capuano | Lynch • 9. Bezirk: Bourne | J.B. Varnum | Bishop | J. Dean | Wheaton | J. Reed Jr. | Folger | J. Reed Jr. | H. Dwight | Briggs | Jackson | W. Hastings | H. Williams | Hale | Fowler | Little | De Witt | E. Thayer | G. Bailey | A. Walker | W. Washburn | A. Crocker | G. Hoar | W. Rice | T. Lyman | F. Ely | Burnett | Candler | G. Williams | O’Neil | Fitzgerald | Conry | Keliher | Murray | Roberts | A. Fuller | Underhill | Luce | R. Russell | Luce | T.H. Eliot | Gifford | Nicholson | Keith | McCormack | Hicks | Moakley | Lynch | Keating
10. Bezirk: Coffin | Goodhue | Sewall | Read | S. Hastings | J. Upham | J. Allen | Brigham | Wheaton | Morton | F. Baylies | J. Bailey | H.A. Dearborn | W. Baylies | Borden | H. Williams | Borden | Burnell | Grinnell | Scudder | Dickinson | Chaffee | Delano | Dawes | A. Crocker | C. Stevens | Seelye | Norcross | W. Rice | J.E. Russell | J. Walker | McEttrick | Atwood | Barrows | Naphen | McNary | O’Connell | Curley | Murray | Tague | Fitzgerald | Tague | Douglass | Tinkham | Herter | Curtis | Martin | Heckler | Studds | Delahunt | Keating • 11. Bezirk: H. Dearborn | Bradbury | Bartlett | Cutler | Stedman | A. Bigelow | Brigham | B. Adams | J. Russell | Hobart | J. Richardson | J.Q. Adams | J. Reed Jr. | Burnell | Goodrich | Trafton | Dawes | Chapin | Robinson | Whiting II | Wallace | Coolidge | Draper | Sprague | Powers | Sullivan | Peters | Tinkham | Douglass | Higgins | Flaherty | Curley | J.F. Kennedy | O’Neill | Burke | Donnelly • 12. Bezirk: G. Thatcher | H. Dearborn | I. Parker | Lee | S. Thatcher | Skinner | Larned | Bidwell | E. Bacon | Dewey | Hulbert | Strong | J. Kendall | L. Bigelow | F. Baylies | Hodges | J.Q. Adams | Robinson | F. Rockwell | Crosby | E. Morse | W. Lovering | Powers | Weeks | Curley | Gallivan | McCormack | Keith | Studds
13. Bezirk: Wadsworth | Seaver | Ruggles | Dowse | Eustis | J. Reed Jr. | Randall | Simpkins | Greene | Weeks | J. Mitchell | Carter | Luce | Wigglesworth | Burke • 14. Bezirk: Cobb | G. Thatcher | Cutts | King | J. Holmes | W. Lovering | E. Foss | R. Harris | Gilmore | Olney | Frothingham | Wigglesworth | Martin • 15. Bezirk: Wadsworth | Ilsley | Whitman | Widgery | Bradbury | Whitman | Greene | Leach | Martin | Gifford • 16. Bezirk: S. Thatcher | Cook | Tallman | S. Davis | Brown | Orr | Hill | Thacher | Walsh | Gifford • 17. Bezirk: Bruce | Chandler | Gannett | F. Carr | Wood | J. Carr | Wilson | Kinsley • 18. Bezirk: Wilson | T. Rice | J. Parker • 19. Bezirk: J. Parker | Conner | Gage | Cushman • 20. Bezirk: Hubbard | Parris | E. Lincoln

D-Brane

In Stringtheorien sind D-Branen (engl. D-branes [diːˈbɹeɪns]) eine spezielle Klasse von p-Branen, an welchen die Enden offener Strings ansetzen. Das Konzept stammt von Joseph Polchinski (1989).

D-Branen (oder Dp-Branen) sind p-dimensionale Objekte, an die offene Strings koppeln, welche in p+1 Dimensionen Neumann-Randbedingungen (d. h. die Ableitung verschwindet an den Endpunkten) und in den 9-p anderen Dimensionen Dirichlet-Randbedingungen (d. h. das Feld verschwindet an den Endpunkten) genügen. Die Dimensionszahl p gibt dabei die Anzahl der räumlichen Dimensionen an, jede D-Brane besitzt zusätzlich noch eine Ausdehnung in zeitlicher Richtung.
Man kann D-Branen auch als Spezialfälle bestimmter klassischer Konfigurationen („Solitonen“) interpretieren. Sie können unendlich ausgedehnt sein, aber auch ein endliches und sogar verschwindendes Volumen haben.
D-Branen sind BPS-Zustände, d. h. sie verschwinden bei Anwendung der Hälfte der Supersymmetrie-Operatoren.
D-Branen stellt man sich als niederdimensionale, dynamische Objekte vor, eingebettet in einen Bulk, d.h. in eine höherdimensionale Raumzeit bzw. in einen Hyperraum. Sie sind Bestandteil der Stringtheorie (siehe auch M-branes in M-Theorie). Da diese einen 10+1-dimensionalen Raum beschreibt, stellt sich die Frage, warum wir nur 3+1 Dimensionen (mit Zeit) wahrnehmen können. Als Erklärung bieten sich ebendiese Branen an.
Nach der Stringtheorie gibt es eindimensionale Strings, deren Enden offen liegen, sowie geschlossene, ringförmige Strings. Strings mit offenen Enden streben danach, sich an eine Bran zu „heften“; sie können dann nicht mehr beliebig die Dimensionen wechseln, sondern sind auf ihrer Bran „gefangen“. Auch Wechselwirkungen mit Teilchen im Bulk finden dann nur stark eingeschränkt statt. Wenn das uns bekannte Universum aus solchen Teilchen besteht, die in einer Bran gefangen sind, können auch die Menschen dieses Universum nicht verlassen und sind auf den niederdimensionalen Raum beschränkt. Diese Eigenschaften führen zu der Vorstellung, unser Universum könnte aus einer oder mehreren D3-Branen bestehen (entsprechend „unseren“ wahrnehmbaren drei Raumdimensionen). Die gebundenen Strings bilden demnach fast alle Elementarteilchen, z. B. Photonen, Elektronen, Quarks.
Ringförmige Strings dagegen sind nicht an eine Bran gebunden, sondern existieren im Bulk. Sie wechselwirken nur eingeschränkt mit den Teilchen in der Bran, stattdessen verteilt sich ihre Kraft auf mehrere Dimensionen. Heute gilt etwa das Graviton, das Eichboson der Gravitation, als Kandidat für ein solches Teilchen. Dies würde erklären, warum die Große vereinheitlichte Theorie bisher nur drei der vier physikalischen Grundkräfte einschließt und warum die Gravitation im Verhältnis zu den anderen Grundkräften so schwach ist. Gleichzeitig bietet sich somit eine elegante Lösung bezüglich der dunklen Energie und der dunklen Materie an. Aufgrund der Möglichkeit des Gravitons, sich zwischen den Branen zu bewegen und somit mit verschiedenen Branen wechselzuwirken, könnte ein anderes Universum mit dem unseren gravitativ in Wechselwirkung treten, was wir als dunkle Energie bzw. dunkle Materie auffassen würden. Andererseits würde es aber auch Abweichungen vom derzeitigen Gravitationsgesetz bedeuten.
Durch Quanteneffekte und gravitative Wechselwirkungen können D-Branen deformiert und zu Schwingungen angeregt werden. Eine befriedigende mathematische Behandlung dieses Phänomens existiert noch nicht. Es gibt Hinweise darauf, dass D-Branen instabil werden können und zerfallen. Ebenso sind einige stark deformierte (z. B. sphärische) D-Branen bekannt, die in gekrümmten Räumen auftreten können. Die Klassifizierung aller möglichen D-Branen ist ein offenes Problem von großer Bedeutung für das Verständnis der Stringtheorie, insbesondere ihrer Vakuum-Struktur.
Andere Überlegungen führen dazu, dass mehrere dieser Branen existieren und Paralleluniversen darstellen. Da sich Branen selbst beliebig im Raum bewegen können, könnten zwei Branen kollidieren. Dabei würde so viel Energie frei, wie sie nur beim Urknall vorstellbar ist. Hieraus leitet sich das ekpyrotische Universum ab, also die Vorstellung, dass auch unser Universum durch solch eine Kollision entstand.

Spatz (Auto)

„Spatz“, Baujahr 1956
Der Spatz und das aus ihm weiterentwickelte Modell Victoria 250 sind Kleinstwagen der Bayerischen Autowerke GmbH (BAW) in Traunreut bzw. der Victoria Werke AG in Nürnberg. 1588 der kleinen Roadster mit Kunststoffkarosserie wurden von 1956 bis 1958 gebaut (859 „Spatz“, 729 „Victoria 250“).

Der Rennfahrer und Konstrukteur Egon Brütsch († 1988) war ein Pionier im Bau von Kunststoffkarosserien. Sein Bestreben war es, ohne kostspielige Blechpressen zu arbeiten und Fahrzeuge herzustellen, die leichter sind als solche mit herkömmlichen Aufbauten. 1954 entwickelte Brütsch den „Spatz“, ein dreirädriges Mobil ohne Fahrgestell. Die Radaufhängungen der Vorderräder und des Hinterrades waren unmittelbar an der Karosserieschale befestigt.
Harald Friedrich, geschäftsführender Gesellschafter der Alzmetall P. Meier & Friedrich GmbH in Altenmarkt an der Alz, erwarb die Lizenz zum Bau des „Spatz“ und gründete im Juli 1956 mit den Victoria-Werken als Partner die „Bayerischen Autowerke GmbH“ (BAW). Zuvor hatte Friedrich den „Spatz“ erprobt. Versuchsfahrten auf unebener Straße zeigten, dass die Kräfte, die über die Radaufhängungen direkt auf die Karosserie wirkten, zu schweren Rissen führten.
Friedrich beauftragte deshalb den damals 77-jährigen Hans Ledwinka, ehemals Tatra-Konstrukteur, ein stabiles Chassis für den „Spatz“ zu konstruieren. Das Ergebnis war ein Zentralrohrrahmen und vier Räder – im Gegensatz zu Brütschs dreirädrigem Original. Friedrich sah sich daraufhin nicht mehr verpflichtet, Lizenzgebühren an Brütsch zu zahlen, was zu einem Rechtsstreit führte, den Friedrich gewann. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Brütschs Konstruktion verkehrsuntauglich war.
Die aus Polyesterharz geformte offene Karosserie ist mit dem Rahmen verschraubt. Sie hat keine Türen und bietet auf einer Sitzbank drei Personen nebeneinander Platz, die laut der damaligen Werbung „ganz bequem“ sitzen. Als Wetterschutz gab es wahlweise ein Faltverdeck aus Stoff oder ein Hardtop mit Flügeltüren. Unter der Fronthaube befindet sich ein kleiner Kofferraum. Motor und Getriebe sind quer hinter dem Fahrersitz bzw. vor der Hinterachse eingebaut (Mittelmotor); dahinter ist (beim „Spatz“ in etwas höherer Position) der Tank angebracht.
Die ersten Fahrzeuge hatten einen Einzylinder-Zweitaktmotor von Fichtel & Sachs mit einem Hubraum von 191 cm³ (10 PS), der sich trotz des geringen Leergewichts als zu schwach erwies. Deshalb entwickelte Victoria-Konstrukteur Richard Loukota einen 250-cm³-Einzylinder-Zweitakter (14 PS) und in Zusammenarbeit mit einem Getriebehersteller ein zu dem Motor passendes elektromagnetisches Fünfganggetriebe anstelle des ursprünglichen Vierganggetriebes. Der überarbeitete „Spatz“, der außer der neuen Motor-Getriebe-Einheit auch äußerlich leicht verändert war (u. a. seitliche Ausstellfenster), wurde in „Victoria 250“ umbenannt und in Nürnberg gebaut. Nur die Kunststoffschale der Karosserie kam noch aus Traunreut.
Das elektromagnetische Getriebe löste auch die Lenkradschaltung des „Spatz“ ab. Es wird mit drei Tasten rechts neben der Lenksäule geschaltet: mittlere Taste Leerlauf, rechte Taste erster Gang, linke Taste Rückwärtsgang. Mit einem kleinen Hebel über den Tasten werden die weiteren Gänge vorgewählt und mit Treten der Kupplung geschaltet.
Trotz interessanter Konstruktionsmerkmale war der Verkaufserfolg des „Spatz“ und auch des „Victoria 250“ gering, sodass die Produktion im Februar 1958 eingestellt wurde. Grund für die unzureichende Nachfrage dürfte insbesondere der beschwerliche und bei geschlossenem Faltdach fast unmögliche Einstieg in das Auto gewesen sein. Hinzu kam der Ruf großer Feuergefährlichkeit, nachdem einige Fahrzeuge bei Tests in Flammen aufgegangen waren.
Nach dem Ende der Produktion wollte die Firma Burgfalke in Obermurnthal den Victoria-Wagen ab 1959 unter der Bezeichnung „Burgfalke 250 Export“ weiterbauen, stellte aber nur einige Einzelexemplare her und übernahm ansonsten nur die Ersatzteilversorgung für die von 1956 bis 1958 produzierten Fahrzeuge.