Abschnittsbefestigung Witterschlick

Abschnittsbefestigung Witterschlick
Die Abschnittsbefestigung Witterschlick, ist eine abgegangene Ringwallanlage auf 152 m ü. NHN am Hardtberg (an der Grenze zu Bonn) im Ortsteil Witterschlick der Gemeinde Alfter im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.
Von dem frühmittelalterlichen Abschnittswall zeugen noch Wall- und Grabenreste. Die Reste sind als Bodendenkmal eingestuft.
Am oberen Rand des nach Westen zum Hardtbach abfallenden Geländes befindet sich eine etwa 100 x 80 m große Befestigung aus Wall und vorgelagertem Graben. Im Westen ist die Anlage durch den steilen Hang sowie durch Abschnittsgräben, im Norden durch einen natürlichen Grabeneinschnitt begrenzt. Die Gräben waren bis zu 8 m breit und 3 bis 4 m tief. Sie sind zum Teil zugeschüttet.
Bei der Burg könnte es sich um einen Sitz der Herren von Duisdorf handeln.
Schlösser und Herrenhäuser: Schloss Alfter | Schloss Allner | Haus Attenbach | Schloss Auel | Schloss Birlinghoven | Schloss Bornheim | Schloss Drachenburg | Schloss Miel | Schloss Rösberg | Abtei St. Michael | Haus Sülz | Haus Wittgenstein |
Burgen und Ruinen: Burg Alfter | Burg Adendorf | Burg Altendorf | Burg Blankenberg | Burg Dattenfeld | Burg Drachenfels | Graue Burg | Burg Gudenau | Burg Hausdorp | Burg Heimerzheim | Burg Hemmerich | Burgruine Herrenbröl | Burg Herrnstein | Burg Honrath | Kitzburg | Burg Kriegshoven | Burg Lohmar | Löwenburg | Burg Lüftelberg | Burg Lülsdorf | Burg Mauel | Burg Merten (Eitorf) | Burg Morenhoven | Burg Münchhausen | Burg Müttinghoven | Burg Odendorf | Burg Odenhausen | Burg Overbach | Burg Peppenhoven | Burg Reitersdorf | Rheindorfer Burg | Burgruine Rosenau | Burg Schönrath | Tomburg | Weiße Burg | Burg Welterode | Burg Windeck | Burg Wissem | Wolfsburg | Wolkenburg
Burgställe (abgegangene unbekannte Burgen): Aldeburg | Hangmotte Alfter | Ringwall Güldenberg | Niederungsmotte Niederpleis | Rennenburg | Ringwälle bei Stromberg | Abschnittsbefestigung Witterschlick

Körperpflege

Körperpflege ist die Pflege der Haut und ihrer Anhangsgebilde (Haare, Nägel) sowie die Zahn- und Mundpflege. Ziel ist die Verhütung von Krankheiten und die Erhaltung und Festigung der Gesundheit (Hygiene). Im weiteren Sinne dient die Körperpflege auch der Erhaltung und Steigerung des Wohlbefindens.

Neben der regelmäßigen Reinigung von Haut und Haar zählen die Hautpflege, Haarpflege, Zahn- und Mundpflege sowie die Reinigung und Pflege der Fingernägel (Maniküre) und der Füße (Pediküre) zur Körperpflege. Die Beeinflussung des Körpergeruchs durch Deodorantien und Duftmittel (Parfüm) und die Verwendung dekorativer Kosmetik (Make-up, Lippenpflege) gehören ebenfalls zur Körperpflege. Weitere Bereiche sind Rasur, Bartpflege und Haarentfernung (Depilation).
Bereits im alten Rom gab es eine hochentwickelte Badekultur. Diese ging jedoch mit dem Zusammenbruch des Reichs in West- und Mitteleuropa größtenteils verloren. Nicht jedoch in der östlichen Reichshälfte bzw. dem Byzantinischen Reich. An die dortige Badetradition knüpfte später auch das Osmanische Reich an. Die Römer reinigten ihre Haut hauptsächlich mit parfümierten Ölen und einem Schaber, dem sogenannten Strigilis. Eine Reinigung der Haut mit Frühformen der Seife, war damals jedoch bereits in anderen Kulturen bekannt. Vermutlich im 7. Jahrhundert entstand die Seife in ihrer heutigen Form.
Bis weit in das 18. Jahrhundert vertraten jedoch selbst Ärzte in Europa die Meinung, dass Wasser und Luft dem Körper schade. Kleidung diente als Schutz vor diesen „schädlichen“ Elementen. Auch das Einpudern erfüllte den Zweck, den Körper nach außen hin abzuschließen. Diese Einstellung änderte sich erst mit der Entwicklung der programmatischen Hygiene im bürgerlichen 19. Jahrhundert. Die industrielle Revolution legte später den Grundstein für die massenhafte Herstellung der Seife.
Ziel der Körperpflege ist in erster Linie die Vermeidung von Krankheiten sowie von je nach Kulturkreis als unangemessen empfundenen Körpergerüchen. Bei mangelnder Hygiene kann es zu Infektionen und Parasitenbefall kommen. Durch die Anwendung von Kosmetika und Pflegeprodukten nach der Wäsche sorgen Menschen dafür, ihre natürliche Schweißbildung bzw. den damit verbundenen Geruch zu beeinflussen und sich in ihrer Haut wohl zu fühlen bzw. sich begehrenswert zu zeigen. Der medizinische Aspekt tritt hierbei in den Industriestaaten weit hinter den kosmetischen zurück.
Zur Beeinflussung des Körpergeruchs werden im Wesentlichen drei verschiedene Prinzipien angewendet: Geruchsüberdeckung wird über Duftstoffe erzielt. Antimikrobielle Stoffe kontrollieren die Entstehung von unangenehm empfundenen Abbauprodukten im Schweiß. Antitranspirantien reduzieren die Schweißbildung. Andere Wirkstoffe wie Geruchsabsorber, Enzyminhibitoren und Antioxidantien liefern ebenfalls Beiträge zur Desodorierung.
Zu viel Körperhygiene kann sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken. Durch Wasser und andere Reinigungsmittel werden nicht nur Schweiß und andere Körpergerüche entfernt, sondern auch der Säurefilm auf der Haut wird durch das Waschen neutralisiert. Dies kann vor allem bei trockener Haut problematisch werden und beispielsweise Ekzeme verursachen.
In einigen Parfüms werden Sexuallockstoffe (Pheromone) eingesetzt. Die stimulierende Wirkung auf den Menschen ist allerdings umstritten.
Einer der Hauptgründe der Körperpflege ist das Vermeiden von unangemessen starken Körpergerüchen. Körpereigene Gerüche sind natürlich und ein Bestandteil der nonverbalen Kommunikation. Da die Geruchsrezeptoren innerhalb der Nase (Vomeronasales Organ) auch Gerüche unterhalb der Wahrnehmungsschwelle aufnehmen und derartige Informationen direkt an das Stammhirn senden, reagiert der Mensch auf viele Gerüche, hier insbesondere die Pheromone, instinktiv, noch bevor er sich dessen bewusst wird. Sympathie- und Antipathieerleben werden so maßgeblich mitbestimmt. Menschlicher Körperschweiß ist insofern auch ein Träger von Information.
Der gemäß ICD-10 als Zwangsstörung klassifizierte krankhafte Waschzwang äußert sich in stark übermäßigen Waschhandlungen, die häufig zu schweren Hautkrankheiten führen. Da das Wesen der Zwangsstörung definitionsgemäß mit dem überstarken Wunsch nach Neutralisierung unerwünschter Gedanken verknüpft ist, kann leicht nachvollzogen werden, dass der Waschzwang als „ideale“ Kompensationshandlung im inneren Kampf des Patienten gegen unerwünschte Gedanken oder Erinnerungen das häufigste Symptom der Zwangsneurose ist.
Körperpflege ist ein Lehramt für berufliche Schulen (insbesondere Berufsschulen) und kann an mehreren Universitäten studiert werden.

Crossentwicklung

Als Crossentwicklung (auch Cross Processing, X-Pro) bezeichnet man die Umkehrentwicklung eines Farbnegativfilms oder umgekehrt die Negativentwicklung eines Farbpositivfilms.
Hierbei wird das Filmmaterial in seinem gegenteiligen Entwicklungsprozess, ein Farbnegativfilm beispielsweise statt im C-41- im E-6-Prozess oder einen Diapositivfilm beispielsweise statt im E-6- im C-41-Prozess entwickelt. Charakteristisch für crossentwickelte Filme sind knallige Farben, hoher Kontrast, meist grobes Korn und oft auch leichte Unschärfe. Ist eine Crossentwicklung in einem Fotolabor gewünscht, so muss dieses explizit angegeben werden. Je nach Film können die Ergebnisse abweichen.
Allerdings ist Negativfilm, besonders durch seine weichen Kontraste und das orange eingefärbte Trägermaterial, für Abzüge auf Fotopapier optimiert, während Diafilm einen deutlich geringeren Belichtungsspielraum besitzt, da er für die direkte Projektion ausgelegt ist. Wird ein Dia-Film cross-entwickelt (in Negativ-Chemie), entsteht ein sehr kontrastreiches Negativ auf klarem Trägermaterial. Cross-Entwicklung, vor allem von Diafilmen, wird von vielen Fotografen als bewusstes Stilmittel eingesetzt, um blaugrünlich-kühle, leicht unwirkliche Papierabzüge zu erhalten.
Sie kann grundsätzlich von jedem Fotolabor durchgeführt werden, das Negativfilme entwickelt. Es wird jedoch empfohlen, das Labor ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass eine Crossentwicklung gewünscht wird, damit in den weitgehend automatisierten Prozessen der Film nicht doch normal entwickelt wird. Viele Labore befürchten auch negative Veränderungen des C-41-Chemikalienansatzes durch dafür nicht vorgesehene Filme und führen Crossentwicklungen daher organisatorisch oder zeitlich getrennt von regulären Entwicklungsaufträgen durch.
Die Crossentwicklung kann in der digitalen Fotografie nachträglich simuliert werden. Dabei können verschiedene Digitalfilter in der Kamera oder am Computer angewandt werden. Durch die Veränderung der Farbwert- und Sättigungskurven mit Bildbearbeitungsprogrammen wie GIMP oder Adobe Photoshop lässt sich ein solcher Effekt erzeugen. Die Stärke des Effektes kann hierbei durch den Bearbeiter gezielt bestimmt werden.
Fotografen, die die Technik der Crossentwicklung häufig einsetzen: