Jocelyn Rickards

Jocelyn Rickards (* 29. Juli 1924 in Melbourne; † 7. Juli 2005 in London) war eine britische Kostümdesignerin australischer Herkunft.

Rickards wurde 1924 als Tochter eines Geschäftsmanns in Melbourne geboren. Dort besuchte sie die Girls‘ Grammar School. Als das Unternehmen ihres Vaters bankrottging, zog die Familie nach Sydney. Mit 14 Jahren begann Rickards ein sechsjähriges Kunststudium am East Sydney Technical College. Auf zwei Ausstellungen präsentierte sie ihre Bilder, die sich gut verkauften und ihr ein Schiffsticket nach England finanzierten. 1949 ging sie mit dem Modefotografen Alec Murray nach London, wo sie eine gemeinsame Wohnung bezogen. Kurz nach ihrer Ankunft in London lernte Rickards den Philosophen Alfred Jules Ayer kennen, mit dem sie eine fünf Jahre andauernde Liebesbeziehung begann. 1953 kam sie mit dem Schriftsteller Graham Greene zusammen, woraus sich später eine lebenslange Freundschaft entwickelte.
Über den befreundeten Kostümdesigner Loudon Sainthill (1918–1969), der sie um Unterstützung bei einem Musical bat, kam Rickars erstmals in Kontakt mit der Kostümgestaltung am Theater. Ihr Debüt in der Filmbranche folgte 1956 als Assistentin des Kostümdesigners Roger K. Furse bei der Komödie Der Prinz und die Tänzerin. Während Rickards der Durchbruch als Malerin versagt blieb, etablierte sie sich bald erfolgreich als anerkannte Designerin, die den Stil britischer Filme in den 1960er Jahren mitprägte.
1958 traf Rickards den mit Mary Ure verheirateten Dramatiker John Osborne. Sie begannen eine Affäre und lebten zusammen, was kritische Medienberichte auslöste. Auch beruflich kooperierten sie bei mehreren Projekten, so kreierte Rickards die Kostüme für Osbornes Theaterstück The World of Paul Slickey (1959). Erstmals als allein verantwortliche Kostümdesignerin eines Spielfilms wirkte sie bei den auf Osbornes literarischen Vorlagen beruhenden, von Tony Richardson inszenierten Filmen Blick zurück im Zorn (1959) und Der Komödiant (1960). Osborne beschrieb Rickards später in seiner Autobiografie als Frau mit „leidenschaftlicher Intelligenz und emotionaler Offenheit“ („passionate intelligence and emotional candor“). Nachdem Osborne sie für Penelope Gilliatt verließ, heiratete Rickards 1963 den Künstler Leonard Rosoman (1913–2012), von dem sie sich jedoch wieder scheiden ließ. Ein beruflicher Höhepunkt dieser Zeit war ihre Mitarbeit an dem erfolgreichen James-Bond-Film Liebesgrüße aus Moskau (1963), dessen für die Reihe typischen eleganten Stil sie mit ihren Kostümen unterstrich.
1966 wirkte Rickards an Karel Reisz’ Schwarzweiß-Komödie Protest mit, in der der Künstler Morgan Delt sich zunehmend verrückt benimmt, während er versucht, seine Frau für sich zurückzugewinnen. Rickards stattete unter anderem die Hauptfiguren aus, die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten angehören: den exzentrischen Morgan (David Warner), der zunächst in weißen Pullovern und Fliegerbrille, später im Gorillakostüm auftritt, sowie seine Frau Leonie (Vanessa Redgrave), die, aus einer reichen Familie stammend, in jeder Situation ein neues Kleid trägt. Für ihre Leistungen als Kostümdesignerin wurde Rickards mit einer Oscar-Nominierung ausgezeichnet.
Im selben Jahr arbeitete sie erneut mit Regisseur Tony Richardson zusammen, der das Drama Mademoiselle mit Jeanne Moreau in der Titelrolle inszenierte. Rickards wurde für die Kostüme mit einem British Academy Film Award (BAFTA) in der Kategorie „Beste Kostüme – Schweizweiß“ ausgezeichnet. Auch die folgende Mitarbeit an einem Film von Richardson, dem Drama Nur eine Frau an Bord mit Jeanne Moreau und Vanessa Redgrave in den Hauptrollen, brachte Rickards eine BAFTA-Nominierung ein.
Rickards schuf in dieser Zeit außerdem die Frauenkleider für den Spielfilm Blow Up (1966), nachdem sie Regisseur Michelangelo Antonioni kennengelernt hatte, während er ihr Studio als potentiellen Drehort besichtigte. Im Mittelpunkt der Filmhandlung steht ein Modefotograf und Antonioni erwartete von Rickards, die Entwicklung der Modetrends bis zum Erscheinen des Films vorherzusehen, was sie zu umfangreichen Studien veranlasste. Sie orientierte sich bei der Kostümgestaltung an innovativen Modeschöpfern wie Mary Quant und Rudi Gernreich.
Während der Dreharbeiten zu Alfred der Große lernte Rickards 1968 den Filmregisseur und Cutter Clive Donner kennen, der 1970 ihr zweiter Ehemann wurde.
Die letzten bedeutenden Filme, an denen Rickards mitarbeitete, waren Ryans Tochter und Sunday, Bloody Sunday. Für das Design der Kostüme des Melodrams Ryans Tochter wurde sie erneut für einen BAFTA nominiert.
Nach ihrem Rückzug aus dem Filmgeschäft Anfang der 1970er betätigte sich Rickards wieder als Malerin. Sie schrieb Beiträge für das Magazin The Oldie und veröffentlichte 1987 die Autobiografie The Painted Banquet: My Life and Loves, in der sie unter anderem ihre Liebesbeziehungen mit Ayer, Greene und Osborne thematisierte. Sie lehrte zudem Kostümdesign an der University of Southern California.
Jocelyn Rickards starb mit 80 Jahren an einer Lungenentzündung in einem Londoner Altersheim.

Gleßbrunnen

Die Gleßbrunnen sind mehrere starke Karstquellen bei Nassenfels im Schuttermoos in Oberbayern.

Die Gleßbrunnen befinden sich nahe dem Ortsteil Wolkertshofen in der Nähe des Flusslaufes der Schutter. Die Quellteiche liegen nordöstlich der Unterhaidmühle in einem Feld und sind von Bäumen umgeben.
Der Name Gleßbrunnen (auch Kläß-, Klees-, Gleiß- oder Gläsbrunnen) stammt von der gleißenden, glasigen Wasseroberfläche, in der sich Bäume und Büsche spiegeln.
Die Karstquellen schütten durchschnittlich etwa 700 Liter Wasser pro Sekunde aus. In Dürrejahren kann der Wasserabfluss auf 200 Sekundenliter absinken. Der Haupttrichter hat eine Tiefe von 4,5 bis 6 Meter und einen Durchmesser von bis zu 15 Metern. Das Karstwasser hat eine typische blaue Farbe und ganzjährig 10 Grad. Der abfließende Bründelgraben fließt nach Norden vom nahen Schutterbett weg, knickt nach Osten ab und wendet sich schließlich nach 1,1 km doch Richtung Süden der Schutter zu. Die Gleßbrunnen wurden als Naturdenkmal ausgewiesen.
Früher sah man in den Gleßbrunnen etwas Bedrohliches. Die Herkunft des bläulich schimmernden Wassers aus der unheimlichen Tiefe konnten sich die Leute nicht erklären. Da niemand den Grund in der Mitte des Tümpels erkennen konnte, glaubte man sogar den Kirchturm darin versenken zu können.
Die Einheimischen hatten Angst, dass Irrlichter im Schuttermoos die nächtlichen Wanderer in die Gleßbrunnen führen würden. In gar nicht so fernen Zeiten wurde in Nassenfels am Abend noch die sogenannte Irrglocke geläutet, damit sich die Wanderer zu orientieren wussten.
Die Urdonau, die in der Zeit von 250.000 bis 130.000 v. Chr. durch das heutige Schuttertal floss, hat Riffe freigelegt, in denen heute das Karstwasser nach oben dringt. Bei Bohrungen an den Gleßbrunnen wurde festgestellt, dass der Riffkalk bis auf 5–6 Meter an die Oberfläche hoch kommt; während er sonst im Schuttertal 12–14 Meter tief ansteht.
Auf dem Quellwasser lebt eine seltene Art von Wasserläufern, die Wasserhexen als Relikte der Eiszeit. In dem moorigen Gelände um die Quellen wachsen zum Teil seltene Pflanzen. Auch Biber haben sich an den Ufern der Quellen angesiedelt.
48.79390311.254742Koordinaten: 48° 47′ 38″ N, 11° 15′ 17″ O

Red Army – Legenden auf dem Eis

Red Army – Legenden auf dem Eis (Originaltitel: Red Army) ist ein Dokumentarfilm von Gabe Polsky aus dem Jahr 2014. Als Executive Producers waren u. a. Jerry Weintraub und Werner Herzog tätig. Der Film hatte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2014 und wurde von Sony Pictures Classics in einer begrenzten Anzahl von Kinos am 23. Januar 2015 veröffentlicht. Der Kinostart in Deutschland war am 29. Januar 2015.

Der Film zeigt, wie die Eishockeyspieler der Sowjetunion während des Kalten Krieges von den 1950er Jahren bis zur Auflösung 1990 gedrillt wurden und den Eishockey-Sport dominierten, obwohl in der US-amerikanischen NHL schon damals mehr Geld floss. Das sowjetische Nationalteam bestand zu dieser Zeit fast ausschließlich aus jungen, linientreuen Spielern des ZSKA, dem Verein der Roten Armee (engl. Red Army).
Das strenge Training hatte zum Ziel, den Sozialismus in Form eines funktionierendes Sport-Kollektivs zu präsentieren. Anders als etwa das US-amerikanische Star-System setzten sie auf die Mannschaft als solche, ohne besonderen Fokus auf die einzelnen Spieler. Die Propaganda funktionierte jedoch nur, wenn die westlichen Konkurrenten besiegt werden konnten.
Zudem mussten talentierte Spieler davon abgehalten werden, zum Klassenfeind zu wechseln, was die sowjetischen Machthaber zu verhindern wussten. Die Geschichte wird aus der Sicht des Moskauer Kapitäns Slawa Fetissow erzählt, der vom Nationalhelden zum politischen Feind avancierte. Dabei wird auch der rabiate Trainer der Mannschaft porträtiert, Wiktor Tichonow, für den keiner der Spieler ein gutes Wort übrig hat.
Red Army hatte seine Premiere beim Toronto International Film Festival 2014 und wurde von Sony Pictures Classics in die US-amerikanischen Kinos gebracht. Zudem wurde der Film bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gezeigt.
In Telluride war Red Army 2014 der einzige Dokumentarfilm im offiziellen Wettbewerb, ebenso in Toronto, New York und beim AFI Film Festival. Beim Moscow International Film Festival wurde der Film als Eröffnungsfilm ausgewählt.
Red Army ist einer am besten bewerteten Filme 2014 mit einer Bewertung von 97 % bei Rotten Tomatoes, basierend auf 91 Kritiken. Im Kritikerkonsens heißt es: „Red Army ist ein packendes Dokumentar-Drama für Eishockey-Fans und Neulinge gleichermaßen.“ Bei Metacriticterhält der Film eine Bewertung von 82/100 bei insgesamt 32 Kritiken.
A. O. Scott von The New York Times nannte den Film eine „ergreifende, verrückte Geschichte—ein russischer Roman mit Tolstoischer Tiefe und Gogl-esker Absurdität“. Das Time Magazine schrieb „dieser verspielte, melancholische Film präsentiert eine menschliche Geschichte, die Jahrzehnte, Grenzen und Ideologien überwindet“. Scott Feinberg vom The Hollywood Reporter meinte, der Film sei „einer der besten Dokumentarfilme“, die er je gesehen hätte.
Der Filmdienst urteilt, der Film ist ein „meisterlicher Versuch, anhand der Biografien einzelner sowjetischer Eishockey-Spieler die Geschichte der UdSSR zwischen 1979 und 2002 zu rekonstruieren“. Dabei werden „um ein langes Interview mit dem Verteidiger Slava Fetissow […] vorzüglich ausgewählte Archivmaterialien“ gruppiert, die „von der Politisierung des Sports dies- und jenseits des Eisernen Vorhangs erzählen“. Der Film sei „eine ebenso aufschlussreiche wie unterhaltsame Sportdokumentation, die mit bizarren Details und Anekdoten auch den grimmigen Ernst des Kalten Kriegs nachzeichnet“.
Red Army gewann jeweils den Publikumspreis bei den 2014er Filmfestivals des AFI, in Chicago und Middleburg.

Schnepfenaal

Schnepfenaal (Nemichthys scolopaceus)
Der Schnepfenaal (Nemichthys scolopaceus) ist ein weltweit in allen Ozeanen zwischen 55° nördlicher und 42° südlicher Breite vorkommender Meeresfisch.

Die Fische werden maximal 1,30 Meter lang. Der Körper ist lang und dünn und läuft in einem langen filamentartigen Faden aus. Die Rückenflosse wird von etwa 350 Flossenstrahlen gestützt, die Afterflosse von 320 Flossenstrahlen. Eine Schwanzflosse ist nicht festzustellen. Das Maul ist pinzettartig lang ausgezogen und an den Enden auseinandergebogen. Die Fische sind von dunkelbrauner oder grauer Farbe, die Unterseite ist oft dunkler. Die Afterflosse und die Enden der Brustflossen sind fast schwarz.
Der Schnepfenaal lebt weltweit in tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren. An den europäischen Küsten reicht sein Verbreitungsgebiet von der Südküste Islands bis nach Spanien. Er ist auch im westlichen Mittelmeer und im Skagerrak zu finden.
Der Schnepfenaal lebt von der Meeresoberfläche bis in Tiefen von 3600 Metern, meist jedoch zwischen 400 und 1000 Metern, im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes auch zwischen 100 und 400 Metern. Er ernährt sich von kleinen pelagischen Krebstieren, die er mit weit geöffnetem Maul fängt. Die Kiefer werden nach Erreichen der Geschlechtsreife rückgebildet. Der Schnepfenaal vermehrt sich deshalb wahrscheinlich nur ein Mal in seinem Leben (Semelparitie) und ist ovipar. Die transparenten Larven sind planktonische Leptocephaluslarven, die nah der Meeresoberfläche leben.

Anton Sergejewitsch Koroljow

Anton Sergejewitsch Koroljow (russisch Антон Сергеевич Королёв; * 26. Januar 1988 in Moskau, Russische SFSR) ist ein russischer Eishockeyspieler, der seit September 2012 beim Witjas Tschechow in der Kontinentalen Hockey-Liga unter Vertrag steht.

Anton Koroljow begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt in der Nachwuchsabteilung des HK Spartak Moskau, für dessen zweite Mannschaft er in der Saison 2005/06 in der drittklassigen Perwaja Liga aktiv war. Anschließend spielte er eineinhalb Jahre lang für die Profimannschaft von Neftjanik Leninogorsk in der Wysschaja Liga, der zweiten russischen Spielklasse, sowie den Drittligisten Sokol Nowotscheboksarsk. Im Laufe der Saison 2007/08 wechselte er Angreifer zum SKA Sankt Petersburg, für den er bis zum Ende der Spielzeit elf Partien in der Superliga bestritt.
Seit der Saison 2008/09 steht Koroljow für den SKA Sankt Petersburg in der neu gegründeten Kontinentalen Hockey-Liga auf dem Eis. Von 2009 bis 2012 spielte er parallel für dessen Farmteam HK WMF Sankt Petersburg in der Wysschaja Liga bzw. deren Nachfolgewettbewerb Wysschaja Hockey-Liga und in der Saison 2009/10 in insgesamt acht Spielen für die Juniorenmannschaft SKA-1946 Sankt Petersburg in der multinationalen Nachwuchsliga Molodjoschnaja Chokkeinaja Liga.
Im September 2012 wurde sein Vertrag mit dem SKA aufgelöst und Koroljow wechselte zu Witjas Tschechow.
Für Russland nahm Koroljow an der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2008 teil, bei der er mit seiner Mannschaft die Bronzemedaille gewann.
(Stand: Ende der Saison 2010/11)
Torhüter: Sergei Denissow | Igor Saprykin | Harri Säteri  Verteidiger: Georgi Berdjukow | Anton Buchanko | Ilja Dawydow | Teemu Eronen | Igor Golowkow | Denis Jeschow | Dmitri Kostromitin | Roman Kudinow | Pawel Lukin | Grigori Waschtschenko | Jewgeni Wiksna | Jegor Woronkow  Angreifer: Denis Abdullin | Maxim Afinogenow | Wiktor Drugow | Roman Horák (C) | Iwan Iwanow | Mario Kempe | Juri Kokscharow (A) | Anton Koroljow | Alexander Kutscherjawenko | Alexei Makejew | Igor Mussatow | Alexander Nikulin | Olli Palola | Alexander Schibajew | Dmitri Schitikow (A) | Artjom Schwez-Rogowoi | Wjatscheslaw Soloduchin (C) | Nikita Wyglasow | Dmitri Zyganow  Cheftrainer: Rawil Jakubow  Assistenztrainer: Michail Schtalenkow | Andrei Saposchnikow   General Manager: Igor Warizki

Novale

Novale ist eine Gemeinde in der Castagniccia auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika. Sie gehört administrativ zum Département Haute-Corse, zum Arrondissement Corte und zum Kanton Orezza-Alesani. Die Bewohner nennen sich die Novalais oder Nuvalacci.
Der Dorfkern liegt auf ungefähr 600 Meter über dem Meeresspiegel im korsischen Gebirge. Nachbargemeinden sind
Aghione | Aiti | Alando | Albertacce | Aléria | Altiani | Alzi | Ampriani | Antisanti | Asco | Bigorno | Bisinchi | Bustanico | Calacuccia | Cambia | Campana | Campi | Campile | Campitello | Canale-di-Verde | Canavaggia | Carcheto-Brustico | Carpineto | Carticasi | Casabianca | Casalta | Casamaccioli | Casanova | Casevecchie | Castellare-di-Casinca | Castellare-di-Mercurio | Castello-di-Rostino | Castifao | Castiglione | Castineta | Castirla | Cervione | Chiatra | Chisa | Corscia | Corte | Croce | Crocicchia | Erbajolo | Érone | Favalello | Felce | Ficaja | Focicchia | Gavignano | Ghisonaccia | Ghisoni | Giocatojo | Giuncaggio | Isolaccio-di-Fiumorbo | La Porta | Lano | Lento | Linguizzetta | Loreto-di-Casinca | Lozzi | Lugo-di-Nazza | Matra | Mazzola | Moïta | Moltifao | Monacia-d’Orezza | Monte | Morosaglia | Muracciole | Nocario | Noceta | Novale | Olmo | Omessa | Ortale | Ortiporio | Pancheraccia | Parata | Penta-Acquatella | Penta-di-Casinca | Perelli | Pero-Casevecchie | Pianello | Piano | Piazzali | Piazzole | Piedicorte-di-Gaggio | Piedicroce | Piedigriggio | Piedipartino | Pie-d’Orezza | Pietra-di-Verde | Pietraserena | Pietricaggio | Pietroso | Piobetta | Poggio-di-Nazza | Poggio-di-Venaco | Poggio-Marinaccio | Poggio-Mezzana | Polveroso | Popolasca | Porri | Prato-di-Giovellina | Prunelli-di-Casacconi | Prunelli-di-Fiumorbo | Pruno | Quercitello | Rapaggio | Riventosa | Rospigliani | Rusio | Saliceto | San-Damiano | San-Gavino-d’Ampugnani | San-Gavino-di-Fiumorbo | San-Giovanni-di-Moriani | San-Giuliano | San-Lorenzo | San-Nicolao | Santa-Lucia-di-Mercurio | Santa-Lucia-di-Moriani | Santa-Maria-Poggio | Sant’Andréa-di-Bozio | Sant’Andréa-di-Cotone | Santa-Reparata-di-Moriani | Santo-Pietro-di-Venaco | Scata | Scolca | Sermano | Serra-di-Fiumorbo | Silvareccio | Solaro | Sorbo-Ocagnano | Soveria | Stazzona | Taglio-Isolaccio | Talasani | Tallone | Tarrano | Tox | Tralonca | Valle-d’Alesani | Valle-di-Campoloro | Valle-di-Rostino | Valle-d’Orezza | Velone-Orneto | Venaco | Ventiseri | Venzolasca | Verdèse | Vescovato | Vezzani | Vivario | Volpajola | Zalana | Zuani

Braunwurz-Wald-Mönch

Braunwurz-Wald-Mönch (Shargacucullia prenanthis)
Der Braunwurz-Wald-Mönch (Shargacucullia prenanthis), auch Goldbrauner Wollkrautmönch genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).

Mit einer Flügelspannweite von 37 bis 43 Millimetern zählen die Falter zu den mittelgroßen Mönchseulenarten. Die Vorderflügel sind von ockerbrauner Grundfärbung. Der Innenrandbereich ist dunkelbraun und erweitert sich in Form einer Stufe Richtung Saum deutlich. Etwa in der Mitte dieses Bereichs befindet sich ein einzelnes, helles, halbmondförmiges Zeichen. Über dem Innenrand ist in der Mitte ein weißliches Feld zu erkennen. Der Saum ist schwach gezackt. Querlinien und Makel sind nicht erkennbar. Der Vorderrand ist breit, dunkelbraun bis rotbraun gefärbt und geht nach innen allmählich in hellere Tönungen über. Die zeichnungslosen Hinterflügel sind von bräunlicher Farbe. An Kopf und Hals ist die für Mönchseulen typische Kapuze zu erkennen, die aus stark nach vorne gerichteten Haaren gebildet wird. Am Hinterleib befinden sich weitere, kürzere Haarschöpfe.
Das Ei ist kugelig, an der Basis jedoch stark abgeflacht und gerippt. Es hat eine kalkweiße Farbe.
Erwachsene Raupen haben eine grüne Färbung, von der sich schmale gelbliche oder weißliche Rücken- Nebenrücken- sowie Seitenlinien abheben. Sie zeigen nicht das bunte und grelle Warnfarbenmuster, das viele andere Mönchseulenraupen auszeichnet und wirken eher unscheinbar.
Die Puppe ist ockergelb gefärbt. Besonders auffällig ist der schaufelförmig ausgehöhlte Kremaster.
Einige ähnliche Arten aus der Vielzahl der „Braunen Mönche“ sind im Folgenden ausgewählt:
Von den vorgenannten Arten unterscheidet sich prenanthis durch folgende Merkmale seiner Vorderflügel:
Zur Bestätigung kann auch noch eine genitalmorphologische Untersuchung zu Rate gezogen werden.
Die Art ist von Südostfrankreich quer über den Alpenraum mit den angrenzenden Mittelgebirgen und weiter östlich bis Rumänien und Bulgarien verbreitet. Außerdem kommt sie in Kleinasien und dem Libanon vor. Im Flachland fehlt sie, da sie ein typischer Bewohner des Berg- und Hügellandes ist. S. prenanthis hat eine allopatrische Schwesterart Shargacucullia armena, die in der Türkei und in Armenien beheimatet ist. Der Braunwurz-Wald-Mönch ist vorwiegend in feuchten Laub-, Misch- und Nadelwäldern anzutreffen, sofern reichliche Bestände von Knotiger Braunwurz (Scrophularia nodosa) vorhanden sind. Er kann zuweilen auch an Plätzen außerhalb von Wäldern gefunden werden, wenn dort die Futterpflanze wächst.
Die Art bildet eine Generation im Jahr, wobei die Hauptflugzeit der nachtaktiven Falter von April bis Juni dauert. Sie erscheinen zuweilen an künstlichen Lichtquellen. Die Weibchen legen die Eier bevorzugt an der Unterseite nicht voll erblühter Blütenknospen ab. Die Raupen ernähren sich von Juni bis August von verschiedenen Braunwurzarten (Scrophularia), insbesondere von Knotiger Braunwurz (Scrophularia nodosa). Sie verpuppen sich im Herbst in einem festen Kokon am Boden, wobei die Puppen gelegentlich zwei Jahre überliegen.
Der Braunwurz-Wald-Mönch ist in den deutschen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen gesichert nachgewiesen und wird auf der Roten Liste gefährdeter Arten auf der Vorwarnliste geführt.

Dimeji Bankole

Oladimeji „Dimeji“ Sabor Bankole (* 14. November 1969 in Abeokuta, Bundesstaat Ogun, Nigeria) ist ein nigerianischer Politiker.
Bankole, Sohn des Häuptlings vom Stamm der Egba aus dem Volk der Yoruba und früheren Vizevorsitzenden der All Nigeria People’s Party Alani Bankole, studierte nach der Schulausbildung Pädagogik an der University of Reading und erwarb dort einen Bachelor of Arts in Education (B.A.Educ.). Später absolvierte er einen Kurs in Militärtechnik an der Oxford University.
Nach Abschluss des Studiums war er zunächst zwischen 1995 und 1998 Direktor der Freight Agencies Nigeria Limited und im Anschluss bis 2003 Exekutivdirektor für das Operativgeschäft der West African Aluminium Products Limited (WAAP), dessen Vorstandsvorsitzender sein Vater ist. Zugleich war er von 2000 bis 2003 Direktor der ASAP Limited.
Seine politische Laufbahn begann 2003 als Kandidat der People’s Democratic Party (PDP) mit der erstmaligen Wahl zum Abgeordneten des Repräsentantenhauses (Nigerian House of Representatives), in dem er auch nach seiner Wiederwahl am 21. April 2007 den Wahlkreis Abeokuta South vertritt. Als Abgeordneter widmete er sich insbesondere den Themen Finanzen und Verteidigung.
Nach Konstituierung des Parlaments wurde er 2007 zum Parlamentssprecher (Speaker) gewählt.
Bankole verlor bei den Parlamentswahlen am 9. April 2011 seinen Wahlkreis Abeokuta Süd im Bundesstaat Ogun.
Am 6. Mai 2011 wurde Bankole wegen Korruption verhaftet. Er wurde von der Economic and Financial Crimes Commission (EFCC) der Korruption verdächtigt. Laut EFCC erschien er zweimal nicht zu Anhörungen und zeigte Bestrebungen sich ins Ausland abzusetzen.

Die Forelle

Die Forelle (op. 32 / D 550) ist eines der bekanntesten Kunstlieder von Franz Schubert. Der Text stammt von Christian Friedrich Daniel Schubart.

Das Lied liegt in fünf verschiedenen Fassungen vor. Es entstand zwischen November 1816 und Juli 1817, was sich aus Abschriften der ersten Kompositionsfassung ableiten lässt. Die Fassungen unterscheiden sich vordergründig durch die verschiedenen Tempoangaben:
Das Lied steht in der Originalfassung für hohe Stimme in Des-Dur, die Taktart ist 2/4. Die Klavierbegleitung ist stets geprägt von Sextolen, die durch die Tempoangabe „Etwas lebhaft“ den Eindruck der fröhlichen, lebendigen Forelle widerspiegeln. Die Melodie der Gesangsstimme ist fast durchgehend heiter, nur drei Takte vermitteln kurzzeitig den Eindruck der Traurigkeit bzw. des Mitleids seitens des Sängers, wobei die Melodieführung kurz darauf wieder in Dur zurückfällt.
Christian Friedrich Daniel Schubart schrieb das zugrunde liegende Gedicht zwischen 1777 und 1783 während seiner bis 1787 dauernden Gefangenschaft auf der Festung Hohenasperg. In der Fabel der Forelle symbolisierte er sein eigenes Schicksal. Um die allzu offensichtlichen Parallelen zu verstecken, deutet eine vierte Strophe die Fabel zu einer Warnung vor Verführern junger Mädchen um. Das Gedicht erschien erstmals 1783 im Schwäbischen Musen-Almanach im Druck. Das Schicksal Schubarts diente verschiedenen Schriftstellern als Motiv, unter anderem Friedrich Schiller für sein Drama Die Räuber.
Franz Schubert wusste also wohl eine Generation später von der inhärenten Bedeutung des Gedichts und komponierte das Lied so, dass die vierte Strophe nicht vertont wurde und aufgrund der Komposition auch nicht mehr angefügt werden konnte: Die ersten beiden Strophen, in denen von der Beobachtung einer Forelle im klaren Bach und dem vergeblichen Warten des Anglers erzählt wird, bestehen aus einer Reprise des Hauptmotivs, die dritte Strophe ist dann unterteilt in einen dramatischen Part, in dem der Bach getrübt und die Forelle gefangen wird, und eine weitere Reprise, die die Beobachtung dieses Akts und die Deutung des Beobachters enthält. Somit bildet das Lied eine geschlossene Kompositionsform A–B–A′, die eine Erweiterung um die vorhandene vierte Textstrophe unterbindet.
In einem Bächlein helle, Da schoß in froher Eil Die launische Forelle Vorüber, wie ein Pfeil: Ich stand an dem Gestade Und sah in süßer Ruh Des muntern Fischleins[Anm. 1] Bade Im klaren Bächlein zu. Ein Fischer mit der Ruthe Wol an dem Ufer stand, Und sah’s mit kaltem Blute, Wie sich das Fischlein wand. So lang dem Wasser Helle, So dacht’ ich, nicht gebricht, So fängt er die Forelle Mit seiner Angel nicht. Doch endlich ward dem Diebe Die Zeit zu lang; er macht Das Bächlein tückisch trübe: Und eh’ ich es gedacht, So zuckte seine Ruthe; Das Fischlein zappelt dran; Und ich, mit regem Blute, Sah die Betrogne an. von Schubert nicht vertont: Ihr, die ihr noch am Quelle Der sichern Jugend weilt, Denkt doch an die Forelle; Seht ihr Gefahr, so eilt! Meist fehlt ihr nur aus Mangel Der Klugheit; Mädchen, seht Verführer mit der Angel – Sonst blutet ihr zu spät.
Anmerkungen

Bund Deutscher Radfahrer

Der Bund Deutscher Radfahrer e. V. (BDR) ist der Verband für Radsportler im Deutschen Olympischen Sportbund. Er hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und ist in 17 Landesverbände unterteilt. Die rund 2500 angeschlossenen Vereine haben zusammen rund 135.000 Mitglieder (Stand 2008). Der BDR ist Mitglied des Weltradsportverbandes Union Cycliste Internationale (UCI) und des europäischen Verbandes Union Européenne de Cyclisme (UEC).

1881 versammelten sich in Frankfurt am Main erstmals deutsche Radfahrer-Vereine mit dem Ziel, einen Verband zu gründen. Am 1. August desselben Jahres erschien die erste deutsche Radsportzeitschrift Das Velociped, die von dem Engländer T. H. S. Walker herausgegeben wurde. Nach der Gründung des Deutschen Radfahrer-Bundes (DRB) wurde die Zeitschrift unter dem Titel Der Radfahrer dessen offizielles Organ. Der Verband wurde am 17. August 1884 in Leipzig als Vereinigung des Deutschen, des Deutsch-Österreichischen und des Norddeutschen Velocipedistenbundes gegründet, der zu diesem Zeitpunkt 2537 Mitglieder hatte. Im Jahr darauf spalteten sich jedoch wieder einige Verbände aus Unzufriedenheit ab und schlossen sich zur Allgemeinen Deutschen Radfahrer-Verband (ADRV) zusammen mit dem Verbandsorgan Der deutsche Radfahrer. 1886 folgte die Gründung der Allgemeinen Radfahrer-Union (ARU), die vor allem das Radwandern pflegen wollte. Während in DRB und ADRV nur Vereine Mitglied waren, bestand die ARU nur aus persönlichen Mitgliedern. Ab 1888 gab der DRB eine eigene Zeitschrift, die Bundeszeitung heraus, die jedes Mitglied kostenlos erhielt. 1888 wurde zudem der Sächsische Radfahrer-Bund gegründet, der sich als einziger Landesverband neben den drei großen Verbänden hielt, bis zur Gleichschaltung im Jahre 1933.
1894 hatte der DRB rund 22.000 Mitglieder und trat der International Cyclists Association bei, der Vorläuferin der Union Cycliste Internationale (UCI), bei, die 1900 gegründet wurde. Der Verband vertrat nur Amateurfahrer und lehnte den Profisport ab. Zudem durften die Mitglieder des DRB nicht an Rennen teilnehmen, bei denen auch Profis fuhren. Es folgten jahrzehntelange Konflikte um Amateur- und Profistatus zwischen verschiedenen Verbänden, der mächtigste war schließlich der Verband Deutsche Radrennbahnen (VDR), dem sich der DRB 1908 anschloss. 1910 kam es zu wegen einer vermeintlichen Fehlentscheidung bei den Bahnweltmeisterschaften gegen den deutschen Fahrer Henry Mayer zu einem Zerwürfnis des VDR/DRB mit der UCI, so dass deutscher Fahrer zwei Jahre nicht an UCI-Weltmeisterschaften teilnahmen und die Deutsche eigene Weltmeisterschaften veranstalteten. 1913 kam es zu einer Einigung.
1919 vereinigten sich DRB und ARB zum Bund Deutscher Radfahrer, im selben Jahr wurde die Deutsche Radfahrer-Union gegründet von Radfahrern, die mit der Politik des BDR nicht einverstanden waren. 1923 wurde der Verband, der rund 100.00 Mitglieder hatte, nach dem Ausschluss infolge des Ersten Weltkriegs wieder in die UCI aufgenommen. 1926 endeten jahrelange Streitigkeiten zwischen dem BDR, des Verbandes der Berufsfahrer und dem VDR damit, dass die beiden Verbände dem BDR beitraten und dieser nun auch die Oberhoheit über den Berufsradsport erhielt.
1933 wurde der BDR aufgelöst. Seine Funktionen übernahm der neu gegründete Deutsche Radfahrer-Verband (DRV), aber 1938 das Fachamt 15 des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen. Weitere Verbände wurden verboten, Führungspositionen gemäß dem Arierparagraph besetzt.
Mit Gesetz Nr. 5 der amerikanischen Militärregierung vom 31. Mai 1945 wurde die NSDAP mit allen ihren Einrichtungen und Organisationen aufgelöst, und damit auch der Deutsche Radfahrer-Verband. Am 21. November 1948 erfolgte die Wiederbegründung des BDR, der ab 1969 nur Amateursportler vertrat, die Profis hatten wiederum einen eigenen Verband. 1951 nahmen erstmals nach dem Krieg wieder deutsche Radsportler an UCI-Weltmeisterschaften und 1952 an olympischen Spielen teil, bei den olympischen Spielen innerhalb einer gesamtdeutschen Mannschaft. 1954 fanden in Deutschland UCI-Weltmeisterschaften statt. 1958 wurde der Antrag, Rennen für Frauen durchzuführen vom BDR abgelehnt, obwohl Frauen ab diesem Jahr bei Weltmeisterschaften starten durften. Erst 1967 wurde trotz massiver Proteste einiger Funktionäre der Frauenrennsport in West-Deutschland eingeführt. 1970 wurde der damalige BDR-Präsident Erwin Hauck von der Bundeshauptversammlung des BDR suspendiert, weil er Nationalfahrern Dopingmißbrauch vorgeworfen hatte und diese sich daraufhin geweigert hatten, das Nationaltrikot zu tragen. Bei den Olympischen Spielen 1972 traten erstmals zwei souveräne Mannschaften von BDR und DDR an. 1993 wurde die Trennung zwischen Amateur- und Profisportlern aufgehoben.
1989 hatte der BDR mit rund 101.000 Mitglieder erstmals die Grenze von 100.000 überschritten, was zuletzt 1923 (rund 103.000) der Fall gewesen war. Zudem fand im Dezember desselben Jahres ein erstes Treffen zwischen BDR und dem Deutschen Radsport-Verband der DDR (DRSV) statt, um die weitere Zusammenarbeit zu koordinieren. Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1990 in Maebashi entfernten die Präsidenten des BDR, Werner Göhner, und des DRSV, Wolfgang Schoppe, symbolisch die Gitter zwischen den Fahrerboxen der beiden deutschen Mannschaften. Am 8. Dezember 1990 traten die fünf Landesverbände der neuen Bundesländer dem BDR bei.
2009 feierte der BDR in Leipzig sein 125-jähriges Bestehen.
Seit 1895 veranstaltete der Bund Deutscher Radfahrer 38-mal UCI-Weltmeisterschaften in verschiedenen Radsportdisziplinen. Zuletzt organisierte der BDR im Jahre 2003 Bahn-Weltmeisterschaften in Stuttgart und sprang damals kurzfristig für das chinesische Shenzhen ein. Die dort geplanten Weltmeisterschaften wurden wegen der SARS-Epidemie in Südostasien abgesagt.
Im Februar 2014 wurde bekannt, dass sich der BDR mit einem „Drei-Stufen-Plan“ um die UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2019 oder 2020 bewerben will. Austragungsort soll das Velodrom in Berlin sein. Zuvor sollen in Berlin UEC-Bahn-Europameisterschaften und ein Bahnrad-Weltcup stattfinden.
Der BDR regelt die Aktivitäten von organisierten Leistungs- und Breitensportlern. Dazu gehört die Veranstaltung von Trainingslagern, Wettkämpfen sowie die Ausbildung von Trainern und die Jugendarbeit. Für die Teilnahme an Renn- und Breitensportveranstaltungen vergibt der BDR über seine Landesverbände Startberechtigungen in Form von Lizenzen und Wertungskarten. Hierbei achtet der BDR sehr auf die Anerkennung als allein vertretender Fachverband aller Radfahrer. Deshalb gestaltet sich die Abstimmung und Kooperation im Sportbetrieb mit anderen Radfahrer-Verbänden nicht immer einfach, zum Beispiel im Bereich Kunstrad mit dem RKB Solidarität oder im Bereich Einrad mit dem Einradverband Deutschland und dem RKB Solidarität.
Im Rahmen der Lobbyarbeit des Verbandes setzt der BDR sich auch für die Belange von Radsportlern und Hobby-Radfahrern im Straßenverkehr ein, engagiert sich aber nicht in dem Maße im Straßenverkehr wie beispielsweise der ADFC. So hat der BDR zum Beispiel die Petition gegen die Radwegbenutzungspflicht nicht mitunterzeichnet und auch keine Stellungnahme dazu veröffentlicht.
Im Bereich Leistungssport / Wettkampf gibt es: Radrennsport auf Straße, Bahn und Querfeldein, Kunstradfahren, Radball, Radpolo, Bicycle Moto-Cross (BMX), Mountainbike-Rennsport (MTB), Fahrrad-Trial und Einrad.
Im Bereich des Breiten- und Freizeitsport: Radwanderungen, Radtourenfahren (RTF) und Country-Tourenfahrten (CTF).
Der BDR steht seit Jahrzehnten bedingt durch die Dopingvorfälle im Berufsradsport wie kein anderer Sportfachverband im Kampf gegen Doping unter spezieller Beobachtung in der Öffentlichkeit. Besonders die Präsidentin Sylvia Schenk und ihr Nachfolger Rudolf Scharping bemühten sich um mehr Glaubwürdigkeit im Anti-Dopingkampf. Die vom BDR einberufene unabhängige Antidopingkommission, der unter anderem auch der Schwimm-Olympiasieger Michael Groß angehörte, stellte am 10. September 2007 ihre Arbeit bereits nach wenigen Monaten wegen fehlender Konzepte wieder ein.
Im Kurpark von Bad Schmiedeberg steht das Bundesradfahrerdenkmal, eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Damit wird all derjenigen gedacht, die sich für den Radsport im 18. und 19. Jahrhundert eingesetzt haben.
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